Liebe Schermbeckerinnen und Schermbecker!

Die Wirtschaft brummt, und davon profitieren auch die kommunalen Kassen! Die Steuereinnahmen sprudeln – so ist es vielfach den Berichten der Tagespresse zu entnehmen.

Warum spricht man in Schermbeck dann von einem Haushaltsdefizit und notwendiger Haushaltskonsolidierung ?

Ganz einfach, weil immer mehr Aufgaben von Bund und Land auf die Kommunen übertragen werden – alles, ohne ausreichende Steuermittel an die Gemeinde Schermbeck abzuführen.

Aus meiner Sicht heraus kann es nicht sein, dass mit Steuergeldern der Schermbeckerinnen und Schermbecker originäre Aufgaben des Bundes und des Landes wie z.B. Folgen des demographischen Wandels und der steigenden Soziallasten subventioniert werden.

Daher ist die Forderung nach einer ausreichenden Finanzzuweisung durch Bund und Land ein wichtiger Baustein zur Beseitigung des Haushaltsdefizites.

Dennoch können wir Schermbeckerinnen und Schermbecker auch dafür sorgen, dass sich das Defizit zukünftig verringert.

Den Haushaltssatzungen der Gemeinde Schermbeck können Sie entnehmen, dass seit dem Jahr 2000 nahezu 20 % der Stellen bei der Verwaltung abgebaut wurden. Die Stellenkürzungen haben und werden zu einer deutlichen Konsolidierung der Haushalte der kommenden Jahre beitragen.

Ein wichtiger und fast nicht zu kalkulierender Kostenfaktor ist der Energiesektor. Hier gilt es Fördertöpfe auszunutzen und nachhaltig die gemeindliche Infrastruktur und Technik zu sanieren und den gemeindlichen Geldbeutel zu schonen.

Wussten Sie, dass solche Sanierungsmaßnahmen mit bis zu 80 % gefördert werden?

Aus einer solchen Fördermaßnahme heraus ist die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik in Arbeit. Weiterhin wird der Einbau von Bewegungsmeldern gekoppelt mit einem automatisierten Abschaltsystem in den Sporthallen zu einer deutlichen Senkung des Energiebedarfes führen. Auch hier sind Fördergelder abrufbar.

Wussten Sie, dass die Gemeinde Schermbeck noch im Jahr 2003 Schulden in Höhe von 20 Mio € drückten? Am Ende des Jahres 2014 werden es noch rd. 13 Mio € sein. Eine schuldenfreie Gemeinde? Ist das möglich? Ja!

Jetzt gilt es, die Niedrigzinsphase in Europa auszunutzen und durch intelligente Zins- und Tilgungssteuerung völlig risikolos die Entschuldung weiter voranzutreiben. Sollten wir vom eingeschlagenen Weg der Entschuldung nicht abweichen, könnten die Schulden der Gemeinde nach meinen Berechnungen im Jahr 2025 nur noch ca. 5 Mio € betragen, etwas später wäre Schermbeck schuldenfrei!

Die Zinslast mit derzeit rd. 650 Tsd. € wird kontinuierlich sinken und schlussendlich wegfallen. Die Zinsen werden einen Großteil des heutigen Haushaltssanierungsbedarfs ausmachen. Sie könnten aber auch zum Wohle der Schermbeckerinnen und Schermbeck für sinnvolle Neuinvestitionen eingesetzt werden.

Alle meine Ideen hier und heute vorzustellen wäre sicherlich zu umfangreich……

Ich hoffe aber, Ihnen glaubhaft gemacht zu haben, dass ich konkrete Vorstellungen habe, wie das Haushaltsdefizit der Gemeinde Schermbeck nachhaltig und verträglich abgebaut werden kann.

Ihr Mike Rexforth