Viele von Ihnen haben es sicherlich bereits erlebt, bzw. kennen Fälle aus der Nachbarschaft, dem Freundes- und Bekanntenkreis. Leider sind auch in Schermbeck Diebstähle an der Tagesordnung. Mein Vater ist allein 2 mal in den letzten Jahren Opfer eines Wohnungseinbruchs geworden. Beide Fälle konnten bis heute nicht aufgeklärt werden. Nach der aktuellen Kriminalitätsstatistik des Kreises Wesel verzeichnen wir 2013 insgesamt 626 Kriminalitätsfälle. Davon allein 294 Diebstähle (80 Diebstähle an/aus PKW, 40 Fahrraddiebstähle, 42 Wohnungseinbrüche).

Nach Mitteilung der Gewerkschaft der Polizei NRW plant die derzeitige Landesregierung einen echten Stellenabbau von ca. 3.700 Polizisten bis 2025 in ganz NRW. Vor diesem Hintergrund muss die aktuelle Situation des Polizeidienstes für Schermbeck einmal erläutert werden.  Schermbeck verfügt aktuell über keine eigene Wache, sondern über eine Bürgeranlaufstelle. Hier arbeiten insgesamt 2 Polizeibeamte im Innendienst (Strafanzeigenbearbeitung, etc.) und der Bezirksbeamte, der u.a. für die Schulwegsicherung , Fahrradprüfungen und andere Sondereinsätze verantwortlich ist. Die Beamten leisten zudem Vertretungsdienste in anderen Polizeidienststellen. Dies ist unter anderem auch der Grund dafür, dass die Bürgeranlaufstelle  keine festen Öffnungszeiten hat.

Der Streifendienst wird durch insgesamt 2 Polizeibeamte je Schicht, also rund um die Uhr, mit einem Polizeifahrzeug sichergestellt. Dieser Streifenwagen ist für das Gemeindegebiet Schermbeck, grenzend an Dorsten, Erle, Wesel, Bottrop und den Bereich Hünxe, von Bruckhausen (Grenze Dinslaken) bis Buchholtwelmen (Grenze Voerde) verantwortlich.

Die aufgeworfene Frage muss daher zweigeteilt beantwortet werden:

Polizeidienststelle im Alten Rathaus

Die Bürgeranlaufstelle im „Alten Rathaus“ ist eine bürgerfreundliche Einrichtung für uns Schermbecker. Lange Wege hin zur Kreispolizeibehörde  in das 20 km entfernte Wesel können damit vermieden werden.  Nahezu alle Tagesgeschäfte können hier abgewickelt werden.

Ehrlicherweise muss gesagt werden, das wir uns glücklich schätzen können diese Anlaufstelle überhaupt noch zu haben. Viele andere Anlaufstellen in Orten gleicher Größenklassen wurden bereits geschlossen.

Daher ist es mein Ziel, diese Anlaufstelle unbedingt für Schermbeck zu erhalten. Dafür werde ich mich als gewählter Bürgermeister einsetzen. Wenn überhaupt, kann als Verbesserung über die Einführung von festen Sprechzeiten nachgedacht werden. Da der Bürgermeister der Gemeinde Schermbeck allerdings kein Dienstherr ist, ist dies mit dem Landrat/Landrätin des Kreises Wesel als „Chef“ der Polizei abzustimmen.

Streifendienst

Betrachtet man daneben die Anzahl der Straftaten und die zunehmende Anzahl von Vandalismusschäden (Zerstören von Bushaltestellen, etc.) in Schermbeck muss festgestellt werden, dass der Streifendienst in Schermbeck nicht ausreichend sichergestellt ist.

Wie sollen 2 Polizeibeamte mit einem Streifenwagen denn auch für ausreichend Sicherheit im Gemeindegebiet sorgen, frage ich Sie ?

Überhaupt nicht!

Hier gilt es, sich als Bürgermeister klar zu positionieren und gegenüber dem Kreis Wesel eine bessere personelle Ausstattung zu fordern, denn die derzeitige Besetzung reicht hinten und vorne nicht aus. Hierfür werde ich mich einsetzen.

Aber seien wir ehrlich, nicht alle Straftaten werden von auswärtigen Personen begangen. Gerade im Vandalismusbereich sind es wahrscheinlich auch oft heimische Jugendliche die Schäden anrichten.

Warum ist das so? Muss man nicht auch im Bereich Jugendarbeit präventiv ansetzen?

Aber dies ist ein gesondertes Thema!

Ihr

Mike Rexforth